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Blick ins Ausland
Spanien:
1992 wurde in der Universitätsklinik in Barcelona mit CHIVA begonnen. Es handelt sich um die renommierteste Gefäßchirurgische und Angiologische Klinik Spaniens. Seit 1995 wurde dort kein Stripping mehr durchgeführt. Die Assistenzärzte, die nach der Ausbildung dieses Krankenhaus verlassen, haben seitdem alle die Methode erlernt. Sie sind inzwischen Oberärzte in vielen staatlichen Krankenhäusern Spaniens geworden. So ist es zu erklären, dass CHIVA ganz leise, aber auch unaufhaltsam Einzug in Spanien gefunden hat.
In Spanien gibt es nur eine gesetzliche Krankenkasse, der als Träger alle staatlichen Krankenhäuser, also auch alle Universitätskliniken, alle städtischen Krankenhäuser, alle Ambulanzen gehören. So ist es sehr einfach, am Ende des Jahres Statistiken über Behandlungshäufigkeiten und Kosten zu erstellen.
Die offizielle Statistik des vergangenen Jahres bezüglich der zu Lasten der gesetzlichen Krasse vorgenommenen Eingriffe an Krampfadern spricht für sich.
Das belegt nicht nur, dass sich CHIVA im Ausland durchaus durchsetzt, sondern auch, dass in einem derart Kosten-bewusstem Land, wie Spanien, die Methode geradezu von den Kassen gefragt wird. Sie wird dort in Krankenhäusern, aber ambulant durchgeführt. Die gesetzliche Kasse erstattet ca. 750 € pro Bein. Wenn man bedenkt, dass Personal und Materialkosten in Spanien bedeutend günstiger sind als hier zu lande, ist in diesem Betrag eine gute Minimal-Vorlage für unsere Krankenkassen zu sehen. Auch wenn hier eine Pauschale von 1.000 € vereinbart würde, läge der Betrag noch deutlich unter den 2.500 € die das Stripping stationär kostet. Ganz zu schweigen von der Einsparung sozialer Kosten: Nach CHIVA sind die Patienten nicht Arbeitsunfähig (im Schnitt 1,6 Tage inkl. OP-Tag!), nach Stripping mindestens 2 Wochen. Die Kosten, die das dem Land an Arbeitsausfall verursacht und die Ersparnisse, wenn auf die schonendere Methode umgestiegen würde, sind bei einer so häufigen Krankheit wie Krampfadern kaum auszurechnen.
Vor der derzeitigen Situation der Krankenkassen in Deutschland fällt es immer schwerer, die Zurückhaltung der gesetzlichen Krankenkassen gegenüber der CHIVA-Methode zu verstehen.
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